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Häufige Fragen

Fragen zum Medikationsmanagement

Wer prüft die Medikation im Medikationsmanagement: Arzt oder Apotheker?

Beide für ihr jeweiliges Kompetenzfeld. Der Arzt im medizinischen Bereich, der Apotheker im pharmazeutischen Bereich.

Wie wird der Medikationsplan bei einer händisch ausgestellten Verordnung bei einem Hausbesuch gepflegt?

Bei einer Verordnung beim Hausbesuch kann der Arzt die Verordnung später nachtragen. Ebenso ist es möglich, dass die Apotheke sie im Zeitpunkt der Einlösung des Rezeptes im Medikationsplan nacherfasst. Dies erfolgt übrigens in gleicher Weise bei Verordnungen von nicht teilnehmenden Fachärzten.

Müssen Diagnosen im Medikationsplan übermittelt werden?

Der Medikationsplan sieht ein Feld „Einnahmegrund“ vor. Dort sollte der Arzt in patientenverständlicher Sprache einen Eintrag vornehmen, um sicherzustellen, dass der Patient den Grund für die Arzneimitteleinnahme kennt. Wenn dies (von Patient oder Arzt) nicht gewünscht wird, kann dieser Eintrag auch entfallen. Echte Diagnosen sind freiwillige Angaben, die der Arzt dem Apotheker übermitteln kann. Beispielsweise kann dies hilfreich sein, wenn eine Nieren- oder Leberinsuffizienz bekannt ist. Der Patient stimmt mit der Unterzeichnung der Teilnahmeerklärung der Übermittlung dieser Daten zu.

Wie funktioniert die Pflege des Medikationsplanes bei einer Urlaubsvertretung in der Arztpraxis?

Die Pflege des Medikationsplanes sollte auch dann in der jeweiligen Arztpraxis erfolgen, kann aber auch nach Absprache mit dem Apotheker in der betreffenden Apotheke stattfinden.

Wo steht der Medikationsplanserver?

In einem von der KBV zertifizierten und hochsicheren Rechenzentrum.

Hat der Patient das Recht einzusehen, welche Daten ihn betreffend auf dem Medikationsplanserver, der für das Modul 3 zum Einsatz kommt, gespeichert sind?

Ja, der Patient kann Einsicht in die Daten verlangen. Genauso wie er jederzeit Auskunft über seine Krankenakte beim Arzt oder seine Kundenkartendaten in einer Apotheke verlangen darf. Da die AOK PLUS jedoch keinen Zugriff auf die Inhalte des Medikationsplanservers hat, sind teilnehmende (betreuende) Ärzte und Apotheker laut Modellvertrag verpflichtet, den Auskunftsanspruch des Patienten zu erfüllen.

Wer hat welche Funktion bei der Erstellung des Medikationsplans (Modul 3)?

Arzt und Apotheker sind jeweils mit definierten Aufgaben und Zielstellung an der Erstellung des Medikationsplans beteiligt. Im Folgenden ist der schematische Ablauf der Erfassung aufgezeigt.

Was wird auf dem Medikationsplanserver ausgetauscht?

Eine Speicherung von Informationen, die über die für die Durchführung des Medikationsmanagements nötigen Informationen hinausgehen, wird auf dem Medikationsplanserver im Rahmen des Projektes ARMIN nicht erfolgen. Dies bleibt wie bisher den Systemen der Ärzte und Apotheker vorbehalten.

Gibt es Vorgaben bezüglich der Anzahl der Patienteneinschreibungen?

Nein. Je nach den (zeitlichen) Gegebenheiten des Arztes kann dieser die Anzahl der Patienten in Modul 3 (Medikationsmanagement) selbst bestimmen. Jedoch können pro Quartal max. 30 Startinterventionen durch den Arzt abgerechnet werden.

Ist der Patient verpflichtet, alle seine Medikamente anzugeben?

Ja, der Patient ist verpflichtet, während seiner Teilnahme das Modellvorhaben aktiv zu unterstützen und dem betreuenden Arzt und der betreuenden Apotheke alle dazu erforderlichen Angaben zu machen (insbesondere hinsichtlich der Änderungen und Ergänzungen seiner Medikation).

Wie wird sichergestellt, dass der Patient immer dasselbe Präparat erhält, um ihn in seiner Therapietreue zu unterstützen?

Wenn Patienten zukünftig von ihrem Arzt ein Rezept erhalten, wird darauf vorrangig kein Präparatename, sondern der für ihre Therapie notwendige Wirkstoff vermerkt sein. In der Apotheke erhält man mit dieser Verordnung ein qualitativ hochwertiges Medikament eines Herstellers, welches den verordneten Wirkstoff enthält, mit dem die AOK PLUS Preisnachlässe vereinbart hat.
Existiert für den verordneten Wirkstoff solch eine Vereinbarung nicht, wird die Apotheke ein anderes qualitativ hochwertiges und preisgünstiges Präparat aussuchen. In beiden Fällen bekommt der Patient dieses Arzneimittel nach Möglichkeit auch bei zukünftigen Verordnungen. So wird sichergestellt, dass man über einen längeren Zeitraum ein vertrautes Medikament erhält.

Muss ein chronischer kranker Patient aus ARMIN ausscheiden, wenn er von fünf auf vier Medikamente umgestellt wird?

Ziel von ARMIN ist es, die Patienten in ihrer Therapie zu unterstützen und die Medikation entsprechend der Notwendigkeit und Verträglichkeit anzupassen, so dass Patienten, die in ihrer Medikation, durch die intensivierte Betreuung, weniger Wirkstoffe einnehmen müssen, auch als ARMIN-Teilnehmer bestehen bleiben.