Sie befinden sich hier: ARMIN » Patienten » Häufige Fragen » Allgemeine Fragen
 

Ihr Ansprechpartner

  • AOK PLUS – die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen.
    Sternplatz 7
    01067 Dresden

    Servicetelefon: 0800 247 100 1 (kostenfrei)
    Fax: 0800 247 100 2 100 (kostenfrei)

    www.aokplus-online.de
    service@plus.aok.de

Häufige Fragen

Allgemeine Fragen

Was bedeutet Medikationsmanagement?

Ihr betreuender Arzt und Ihr betreuender Apotheker werden regelmäßig Beratungsgespräche zur gesamten Arzneimitteltherapie und zur Anwendung der einzelnen Medikamente mit Ihnen durchführen. Dabei wird für Sie ein individueller Medikationsplan erstellt (einschließlich der Selbstmedikation), kontinuierlich überprüft und aktualisiert.

Wer entscheidet über die Wahl der Medikamente?

Der behandelnde Arzt entscheidet wie bisher über die Therapie der Erkrankungen und wählt einen geeigneten Wirkstoff aus. Dazu wird der Arzt in der Regel statt des Präparatenamens den Wirkstoff, die Menge und die Arzneiform (z. B. Filmtabletten oder Tropfen) auf dem Rezept vermerken. In der Apotheke erhalten Sie mit dieser Verordnung wie gewohnt ein qualitativ hochwertiges Medikament mit dem entsprechenden Wirkstoff; zumeist von einem Hersteller, mit dem die AOK PLUS einen exklusiven Vertrag geschlossen hat. Der Arzt hat aber auch weiterhin die Möglichkeit, in medizinisch begründeten Fällen ein bestimmtes Präparat zu verordnen. Der verordnete Wirkstoff ist auf der Arzneimittelpackung wiederzufinden. Auf diese Weise können Sie die Verordnung des Arztes besser nachvollziehen, versehentliche Doppeleinnahmen können vermieden werden.

Was ist ein Medikationsplan?

Der Medikationsplan ist eine Dokumentation aller Medikamente, die Sie einnehmen bzw. anwenden, inklusive der zusätzlich in der Apotheke erworbenen  rezeptfreien Medikamente. Er wird von dem betreuenden Arzt in Zusammenarbeit mit der betreuenden Apotheke des Patienten elektronisch angelegt und gepflegt.
Arzt und Apotheker hinterlegen darin Informationen zu den Einnahmevorschriften, den Dosierungen und den zu Grunde liegenden Erkrankungen der ärztlich verordneten sowie selbsterworbenen Medikamente. Der Medikationsplan wird Ihnen regelmäßig von Arzt oder Apotheker sowie bei Bedarf (zum Beispiel ein anstehender Krankenhausaufenthalt) als Ausdruck zur Verfügung gestellt.

Welche Patienten können sich für das Medikationsmanagement in ARMIN einschreiben?

Sie können sich für das Medikationsmanagement einschreiben, wenn Sie Versicherter der AOK PLUS sind und wenn Sie fünf oder mehr Medikamente dauerhaft einnehmen, nicht in einem Pflegeheim untergebracht und über 18 Jahre alt sind.

Wenn Sie an einer Einschreibung interessiert sind, wenden Sie sich bitte an einen teilnehmenden Arzt oder eine teilnehmende Apotheke. Wer sich darüber informieren möchte, welche Ärzte und Apotheken an ARMIN teilnehmen, kann hierfür die Suchfunktion auf dieser Internetseite nutzen (siehe rechts oben „Suche nach Ärzten und Apotheken“). Als Modellvorhaben steht das neue Versorgungsangebot vorerst exklusiv den Versicherten der AOK PLUS offen. Für die Zukunft ist vorgesehen, dass auch weitere Krankenkassen dem ARMIN-Vertrag beitreten.

Was ist eine Selbstmedikation und wie wird in ARMIN damit umgegangen?

Unter Selbstmedikation werden alle Medikamente verstanden, die nicht vom Arzt verordnet wurden und die in der Apotheke ohne Rezept gekauft werden können.

Mit der Teilnahme am Modellprojekt erklären Sie sich erklärt, den Arzt und/oder die Apotheke über die Einnahme aller Medikamente, inklusive der Selbstmedikation, zu informieren. Nur so ist es möglich, dass der Arzt gemeinsam mit Ihnen eine verantwortliche Entscheidung darüber treffen kann, welche Medikamente für die Therapie Ihrer Erkrankung(en) die beste Wahl sind.

Kann der an ARMIN teilnehmende Patient seine Rezepte in einer anderen als in der ihn betreuenden Apotheke einlösen?

Mit der Teilnahme an ARMIN binden Sie sich an Ihren betreuenden Arzt und Ihre betreuende Apotheke. Sie sollen darum möglichst immer dieselbe Apotheke aufsuchen, da nur so eine kontinuierliche Betreuung gewährleistet werden kann. Das Aufsuchen einer anderen Apotheke, z. B. im Urlaub, bleibt möglich

Darf der Arzt eine bestimmte Apotheke vorgeben?

Nein, Sie wählen die Apotheke selbst.

Darf der Apotheker einen bestimmten Arzt vorgeben?

Nein, Sie wählen den Arzt selbst. Das Modellprojekt ist allerdings darauf ausgerichtet, dass das Medikationsmanagement in der Regel durch den behandelnden Hausarzt erfolgen soll.

Welche Apotheken können am Modell teilnehmen?

Generell können alle Apotheken in Sachsen oder Thüringen teilnehmen, die Mitglied im jeweiligen Landesapothekerverband sind und die weiteren Teilnahmevoraussetzungen erfüllen. Da im Rahmen des Modells die vor-Ort-Betreuung der Patienten unabdingbar ist, sind jedoch „Internetapotheken“ aus ARMIN ausgeschlossen.

Wo sind die Listen teilnehmender Ärzte und Apotheker einsehbar?

Am rechten Rand der Homepage www.arzneimittelinitiative.de befindet sich ein Reiter „Suche nach Ärzten und Apotheken“. Dort werden nach entsprechender Auswahl der Suchkriterien am Modellvorhaben teilnehmende Ärzte und Apotheken angezeigt.

Wie wird der Arzt informiert, welche Medikamente der Apotheker abgegeben hat?

Die Information, welche Präparate abgegeben worden sind, trägt der Apotheker für die in ARMIN eingeschriebenen Patienten auf dem jeweiligen individuellen Medikationsplan ein. Beim nächsten Aufruf des Medikationsplanes durch den Arzt wird ihm die aktualisierte Version angezeigt.

Dürfen eingeschriebene Patienten im Notfall, im Urlaub oder im Ausland einen anderen Arzt/eine andere Apotheke als den/die jeweils gewählte(n) aufsuchen?

Das Aufsuchen eines Arztes bzw. einer anderen Apotheke, z. B. im Notfall, im Urlaub oder im Ausland, bleibt möglich.

Was passiert, wenn eingeschriebene Patienten ein Rezept in einer anderen als der gewählten Apotheke einlösen?

Mit der Teilnahme an ARMIN haben Sie eine Apotheke ausgewählt und sich an diese „gebunden“. Darum sollen Sie möglichst immer diese Apotheke aufsuchen, da nur so eine kontinuierliche Betreuung gewährleistet werden kann. Das Aufsuchen einer anderen Apotheke, z. B. im Notfall, im Urlaub oder im Ausland, bleibt möglich.

Können eingeschriebene Patienten ihren eigenen Medikationsplan selbst anschauen?

Selbstverständlich haben auch Sie das Recht auf einen aktuellen Ausdruck. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.