Sie befinden sich hier: ARMIN » Über ARMIN » Gesetzliche Grundlage

Gesetzliche Grundlage


Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände haben im Jahr 2011 ein Konzept zur Arzneimittelversorgung entwickelt. Mit dem am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen GKV-Versorgungsstrukturgesetz hat der Gesetzgeber über den neu geschaffenen § 64a SGB V die Möglichkeit eröffnet, das Konzept in einem Modellversuch für gesetzlich versicherte Patienten zu verwirklichen.

Der Sächsische und Thüringer Landesapothekerverband sowie die beiden Kassenärztlichen Vereinigungen und die AOK PLUS haben sich zu einer Umsetzung dieses Konzeptes entschlossen und einen „Vertrag zu einem Modellvorhaben nach § 63 SGB V zur Optimierung der Arzneimittelversorgung in Sachsen und Thüringen (ARMIN)“ geschlossen.

Dieser ist am 1. April 2014 in Kraft getreten und wird stufenweise umgesetzt. Eine zeitnahe Öffnung dieses Modellvorhabens nach § 63 SGB V für weitere gesetzliche Krankenkassen ist geplant. Damit ist eine Überführung des Modellvorhabens in einen Vertrag gemäß § 64a SGB V vorgesehen.

ARMIN als Vorreiter für neues E-Health-Gesetz

ARMIN hat eine bundesweite Vorbildwirkung. Mit der elektronisch unterstützten Zusammenarbeit von Arzt und Apotheker erhöht das Modellprojekt ARMIN die Therapiesicherheit für die Patienten und leistet einen entscheidenden Beitrag zur digitalen Vernetzung im Gesundheitswesen.

ARMIN ermöglicht bereits jetzt mehr als der, zum 1. Oktober 2016 durch das E-Health-Gesetz einzuführenden ärztlichen Medikationsplan. Nicht nur die elektronische Verfügbarkeit sondern auch die klar geregelten Prozesse und Zuständigkeiten gehen über die Regelungen des E-Health Gesetz hinaus. Es resultieren weitestgehend vollständige Medikationspläne, die in Hinblick auf die Arzneimitteltherapiesicherheit von Arzt und Apotheker geprüft und strukturiert mit dem Patienten besprochen werden.