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Häufige Fragen

Fragen zur Wirkstoffverordnung

Was ist die WG14-Nummer?

Unter der WG14-Nummer versteht man den sechsstelligen Zahlencode am Beginn jeder ARMIN-Wirkstoffverordnung. Über die Eingabe der WG14-Nummer in die Apotheken-Software gelangen die Apothekenmitarbeiter direkt zur Auswahl der Fertigarzneimittel, die dieser Verordnungszeile zugeordnet sind.

Können fehlende WG14-Nummern in der Apotheke nachgetragen werden?

Nein, dies ist nicht vorgesehen, da die WG14-Nummer zwingender Bestandteil der Standardverordnungszeile ist und für die Verordnung mit Hilfe des qualitätsgesicherten ARMIN-Wirkstoffverordnungs-Datensatzes steht.

Ist bei einer Wirkstoffverordnung eines Vielfachen der größten Normgrößen weiterhin ein besonderer ärztlicher Vermerk notwendig?

Nein. Die Angabe der Anzahl an Originalpackungen gilt als besonderer Vermerk. Ein Ausrufezeichen ist nicht mehr nötig.
(siehe Vertrag, Anlage 9 Wirkstoffverordnung, Abs. 5)

Für welche Versicherten gilt die Wirkstoffverordnung?

Die ARMIN-Wirkstoffverordnung erfolgt durch eingeschriebene Ärzte für all die Patienten, die bei der AOK PLUS versichert sind, sofern eine Wirkstoffverordnung für das ausgewählte Fertigarzneimittel möglich ist und im Einzelfall keine fachlichen Gründe dagegen sprechen. Der Patient muss hierfür nicht eingeschrieben sein.

Werden in Zukunft alle Fertigarzneimittel nur noch anhand der Wirkstoffbezeichnung verordnet?

Nein. Eine Wirkstoffverordnung wird zunächst für rund 200 ausgewählte Wirkstoffe erfolgen. Eine regelmäßige Überprüfung zur Aufnahme weiterer geeigneter Wirkstoffe ist vorgesehen, wenn die Umsetzung in den Arztpraxen und Apotheken problemlos angelaufen ist. Die Auswahl der prioritär umgesetzten Wirkstoffe erfolgte nach klaren inhaltlichen Kriterien, wobei die Sicherheit der Umsetzung immer das wichtigste Kriterium war. Deshalb wurden auch Wirkstoffe, bei denen im Vorhinein klar war, dass die Eigenschaften des Fertigarzneimittels maßgeblich die Therapie beeinflussen, von der Wirkstoffverordnung ausgeschlossen. Dies sind zum Beispiel:

  • Arzneimittel, die auf die Haut aufgetragen werden (z. B. Salben, Gele)
  • Arzneimittel zur Anwendung im Auge oder Ohr (z. B. Augen- und Ohrentropfen)
  • wirkstoffhaltige Pflaster (z. B. Schmerzpflaster)
  • Inhalativa (z. B. Asthmasprays)
  • Arzneimittel, die gespritzt werden (z. B. Insulin)

An der Ausgestaltung der Wirkstoffverordnung waren maßgeblich Ärzte und Apotheker der Vertragspartner sowie der KBV und der ABDA/ABDATA beteiligt, um die fachlich-pharmakologische Qualität sicherzustellen.

Kann die Wirkstoffverordnung entsprechend der Vorgaben im Modellvorhaben in jeder Apotheke eingelöst werden?

Ja, Apotheken sind gesetzlich dazu verpflichtet und fachlich in der Lage, Wirkstoffverordnungen bundesweit umzusetzen. Für Apotheken, die nicht an ARMIN teilnehmen, gelten weiterhin die Regelungen der Arzneilieferverträge. Gemäß Rahmenvertrag ist dann das rabattierte oder – wenn kein Rabattvertrag besteht - eines der drei preisgünstigsten Arzneimittel abzugeben. Wenn die Verordnung in einer am Modell teilnehmenden Apotheke eingelöst wurde und für den verordneten Wirkstoff kein Rabattvertrag existiert oder nicht verfügbar ist, kann die Apotheke aus dem existierenden Marktsegment unter Beachtung der Vorgaben zur Austauschbarkeit von wirkstoffgleichen Arzneimitteln ein entsprechendes Präparat bis zum Festbetrag abgeben. Ziel dieser Regelung ist, dass der Patient in diesen Fällen immer das gleiche Fertigarzneimittel erhält.

Gibt es für die Wirkstoffverordnung nach ARMIN geänderte Abgaberegelungen für Apotheken?

Teilweise. Es gelten für die teilnehmenden ARMIN-Apotheken folgende Regeln (vorausgesetzt, der Arzt hat KEIN Aut-idem-Kreuz gesetzt):

  • Bestehende Rabattverträge sind prioritär zu beliefern.
  • Besteht kein Rabattvertrag oder kann dieser aufgrund von Nichtverfügbarkeit oder Pharmazeutischen Bedenken nicht beliefert werden, kann jedes Präparat aus dem existierenden Marktsegment unter Beachtung der Vorgaben zur Austauschbarkeit von wirkstoffgleichen Arzneimitteln bis zum Festbetrag abgegeben werden. Ziel dieser Regelung ist, dass der Patient in diesen Fällen immer das gleiche Fertigarzneimittel erhält, um die Akzeptanz und damit die Therapietreue optimal zu unterstützen.

Für die nicht an ARMIN teilnehmenden Apotheken gelten die üblichen Regeln gemäß Rahmenvertrag.